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Besuch des Orchestra of Chinese Folk Music vom 19. – 24. Juni 2013 in Bremen

Erhu, Pipa, Ruan, Guzheng, Yangqin, Bambusflöte, Sheng, Suona und zahlreiche Schlaginstrumente – das Orchestra of Chinese Folk Music traf am 19. Juni mit vielen Instrumenten im Gepäck in Bremen ein, die fremd und exotisch anmuteten. Aber schnell wurde deutlich, dass die Musik zwar einer anderen Klangwelt angehört, aber dass es doch auch viele Verbindungen zur europäischen Musiktradition gibt: Das Orchester sitzt wie ein europäisches Orchester nach Instrumentengruppen geordnet und zentriert auf einen Dirigenten und mehrere Instrumente haben gemeinsame Wurzeln. Erhu und Geige haben dieselben Vorfahren, ebenso Pipa und Laute sowie Yangqin und Cymbal (auch Hackbrett genannt). Sie alle sind vermutlich in Mittelasien im Raum rings um Städte wie Samarkand vor über 1000 Jahren entstanden und sind von dort auf der Seidenstraße nach Westen, aber eben auch nach Osten gewandert, haben sich dabei ganz eigenständig entwickelt und sind sowohl im Osten wie im Westen zu sehr erfolgreichen Instrumenten geworden. Die Gemeinsamkeiten sind aber immer noch unüberhörbar und unübersehbar. Das wurde besonders in der Gegenüberstellung mit dem Bremer Orchester sehr deutlich.

Die 45 Mitglieder des Orchestra of Chinese Folk Music wurden in den privaten Wohnungen und Wohngemeinschaften von Mitgliedern und FreundInnen des Chores der Universität Bremen untergebracht und erlebten hautnah deutschen Alltag. Gemeinsames Kochen brachte den deutschen GastgeberInnen die Vorzüge der chinesischen Küche näher. Die einzige Schwierigkeit bestand im Fehlen einer gemeinsamen Sprache, da die Deutschen kein Chinesisch und die ChinesInnen teilweise nur wenig Englisch sprachen. Moderne Kommunikationsmittel wie Google-Translator erwiesen sich hier als nützliche Hilfsmittel.

Alle Mitglieder des Orchestra of Chinese Folk Music studieren Musik an der OUC Qingdao und sind im Begriff, BerufsmusikerInnen in Orchestern mit traditioneller chinesischer Musik zu werden. Entsprechend professionell klingt dieses Orchester. Besonders beeindruckten die zarten, feinen Klangfarben und im Kontrast dazu die energiegeladenen rhythmischen Stellen. Gespielt wurden Werke aus ganz verschiedenen Regionen Chinas. Am Ende des Programms haben der Chor der Universität Bremen und das chinesische Orchester in zwei Konzerten unter Leitung des chinesischen Dirigenten Liang GUO jeweils gemeinsam zwei chinesische Lieder aufgeführt, die der Chor der Universität Bremen vorab einstudiert hatte: 在那遥远的地方"Zài nà yáo yuăn de dì fāng" und 茉莉花 "Jasmine Flower".

Der Besuch des Orchestra of Chinese Folk Music an der Ocean University of China ist von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, von der Waldemar Koch Stiftung, von der Sparkasse Bremen, von der Universität Bremen und vom Förderverein Universitätsmusik an der Universität Bremen e.V. großzügig unterstützt worden. Die Universitätsmusik dankt allen sehr herzlich. Sie dankt außerdem Dr. Yamei Leng/Bremen für ihre Hilfe bei der Aussprache der chinesischen Liedtexte.

Konzerte

Konzertplakat

Donnerstag, den 20. Juni 2013, 20 Uhr
Gutsscheune Stuhr/Varrel
"Brahms meets China"

  • Orchestra of Chinese Folk Music von der OUC Qingdao, Leitung Liang GUO:
    Musik aus verschiedenen Regionen Chinas (Musikbeispiel s. hier)
  • Orchestra of Chinese Folk Music von der OUC Qingdao & Chor der Universität Bremen, Leitung Liang GUO:
    zwei chinesische Lieder mit Orchesterbegleitung (Musikbeispiel s. hier)
  • Orchester der Universität Bremen, Leitung Susanne Gläß:
    Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 73, komponiert 1877 Allegro non troppo – Adagio non troppo – Andantino grazioso (Quasi Andantino) – Allegro con spirito (Musikbeispiel s. hier)
 

Freitag, den 21. Juni 2013, 18 Uhr
Hauptbühne des "Open Campus" der Universität Bremen
Auftritt von Mitgliedern des Orchestra of Chinese Folk Music von der OUC Qingdao & des Chores der Universität Bremen unter Leitung von Liang GUO

Konzertplakat

Freitag, den 21. Juni 2013, 19 Uhr
GW1-Hörsaal der Universität
"Brahms meets China"

  • Orchestra of Chinese Folk Music von der OUC Qingdao, Leitung Liang GUO:
    Musik aus verschiedenen Regionen Chinas
  • Orchestra of Chinese Folk Music von der OUC Qingdao & Chor der Universität Bremen, Leitung Liang GUO:
    zwei chinesische Lieder mit Orchesterbegleitung
  • Orchester der Universität Bremen, Leitung Susanne Gläß:
    Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 73, komponiert 1877 - Allegro non troppo – Adagio non troppo – Andantino grazioso (Quasi Andantino) – Allegro con spirito

Konzertplakat

Sonntag, den 23. Juni 2013, 19 Uhr
Kirche Unser Lieben Frauen/Bremen
Traditionelle Orchestermusik aus verschiedenen Regionen Chinas
Orchestra of Chinese Folk Music von der OUC Qingdao, Leitung Liang GUO

Beachten Sie auch die Presseberichte und die Bilder von den Konzerten am 20. Juni und am 21. Juni 2013 sowie die Hörbeispiele.