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Spanien – nordeuropäische Träume vom Süden

Wenn in Nordeuropa Werke im spanischen Stil komponiert werden, wird Spanien zum Synonym für Sonne, Wärme, Sinnlichkeit und Temperament. Mit dem tatsächlichen Spanien und seiner eigenen Musik haben diese Kompositionen oft weniger zu tun als mit unseren eigenen unerfüllten Sehnsüchten. Berühmtestes Beispiel ist die vom Franzosen Bizet auf französisch komponierte Oper Carmen – für uns in Nordeuropa dennoch der Inbegriff des Spanischen in der Musik. Aber nicht nur in der klassischen und besonders in der französischen Musik wurde von Spanien geträumt: Der Welterfolg von Chick Coreas Jazz-Kompositionen „Spain“ und „Fiesta“ zeigt, daß auch heute noch wir nördlichen Menschen Spanien mit Begeisterung als Folie für unsere Projektionen und Wünsche benutzen. Parallel zum Konzertprogramm hat im Studiengang Musik ein einsemestriges Projekt „Spanien“ stattgefunden (Veranstalter: Andreas Lieberg und Utz Weißenfels), dessen praktische Ergebnisse im Konzert in Stuhr zu hören waren.

Fernando Sôr, Lieder

Ausführende: Susan Khalili/Sopran und Andreas Lieberg/Gitarre

Michael Glinka, Caprice brillant (1845) (Introduction – Jota aragonesa)

Maurice Ravel, Pavane pour une infante défunte (Orchesterfassung 1910 nach der Klavierfassung von 1899)

Léo Delibes, Chanson espagnole: Les filles de Cadix Sopran: Susan Khalili

Edouard Lalo, Symphonie espagnole pour violon et orchestre, op. 21 (1874) (Allegro non troppo, Intermezzo, Andante, Rondo) Violine: Beate Weis

Ausführende: Orchester der Universität Bremen, Ltg. Susanne Gläß

Florian Poser,„Me siento muy solo“ und Chick Corea, „Spain“

Ausführende: Florian Poser/Vibrafon und Klaus Ignatzek/Piano

Chuck Mangione, „Children of Sanchez“ und Chick Corea, „Fiesta“

Ausführende: Bigband der Universität Bremen, Ltg. Kristian Schröder

Konzerte:
Varrel, Gutsscheune Stuhr, 2. 7. 2001, 20 Uhr
Bremen, Haus am Walde, 4. 7. 2001, 20 Uhr