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Paul McCartney

Paul McCartney wurde 1942 während des Krieges in Liverpool geboren. Sein Vater James war Baumwollverkäufer und seine Mutter Mary Krankenschwester und Hebamme. Sie starb im Alter von 47 Jahren. Nach ihrem Tod schenkte James McCartney seinem Sohn die erste Gitarre. Paul besuchte ab seinem elften Lebensjahr das Liverpool Institute for Boys, an dem er mehrere Sprachen lernte, darunter auch Spanisch. Den Spruch "Non nobis solum sed toti mundo nati – Nicht für uns selbst, sondern für die ganze Welt sind wir geboren“ findet man in der Eingangshalle der Schule. Heute befindet sich in dem alten Schulgebäude das 1996 von McCartney mitbegründete „Liverpool Institute of Performing Arts“. Nahe der Schule liegt der ehemalige St. James Friedhof, der seit Anfang des 20. Jahrhunderts Teil eines Parks ist.

1957 begegnete McCartney auf einem Kirchenfest John Lennon und trat dessen Band bei. Gemeinsam gründeten sie zwei Jahre später die „Beatles" und schrieben ihre ersten Songs. Zusammen mit George Harrison traten sie 1960 mit großem Erfolg im Hamburger „Star Club“ auf. Ringo Starr wurde 1963 in die Band aufgenommen und im gleichen Jahr feierten sie ihren ersten Nummer 1 Hit in den englischen Charts. Die Beatles wurden mit zahlreichen Preisen geehrt, wurden zu Legenden und zählen zu den prägenden Musikern der Pop-Musik.

Paul McCartney heiratete 1969 Linda Eastman, mit der er drei Kinder hat. Im folgenden Jahr verkündete er die Auflösung der Band; die Familie McCartney zog sich nach Schottland zurück. Fortan trat der Ex-Beatle als Solist auf. 1972 gründete er mit seiner Frau die Band "The Wings", mit der er ebenfalls zahlreiche Welterfolge feierte. Fünfundzwanzig Jahre später wurde er von der Queen für sein Lebenswerk in den Ritterstand erhoben.

1998 starb seine Frau Linda, die er als die Liebe seines Lebens bezeichnet.

Aus seinen Texten, die McCartney im Lauf der Jahre verfasst hat, lässt sich keine religiöse Einstellung erkennen. Allerdings bezeichnet er sich heute, im Gegensatz zu den 60ern, als religiös: „Ich gehöre keiner bestimmten Religion an und doch fühle ich mich im Einklang mit einem Geist der Güte.“1 Die Wandlung begründet er mit seiner Lebenserfahrung: „Wenn man älter wird, braucht man eher einen Glauben, weil einem mehr zustößt“.2

1,2 (Line Abrahamian: „Audienz bei Sir Paul“.Interview mit Paul McCartney, in: Reader’s Digest, 23.05.06, S. 39)

AutorInnen: Marcus Kortz und Seminar Liverpool Oratorio