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Carl Davis

Carl Davis wurde 1936 in New York geboren. Seit über 20 Jahren lebt er in London. Er ist mit der britischen Schauspielerin Jean Boht verheiratet und hat mit ihr zwei Töchter.

Schon 1958, im Alter von 22 Jahren, war er Assistent und Dirigent an der New York City Opera. Er unternahm drei Tourneen mit dem Robert Shaw Chorale quer durch Amerika und gewann ein Jahr später mit der Revue "Diversons", die er mit einem Studienkollegen geschrieben hatte, einen Off-Broadway-Emmy. Davis bekannteste Arbeiten aber betreffen Film und Fernsehen. Er schrieb unter anderem Kompositionen für "The World at War", "Hollywood' und "The Show Goose". Seine Spielfilmbeiträge waren zum Beispiel "Die Geliebte des französischen Leutnants", "Napoleon", „Pride and Prejudice“ sowie die Serie "Silents". Für seine Filmmusik zu „Die Geliebte des französischen Leutnants“ wurde er 1981 mit einem BAFTA-Award ausgezeichnet. Die „British Academy of Film and Television Arts“, abgekürzt BAFTA, ist eine britische Organisation, die jährlich Preise für herausragende Leistungen in den Bereichen Kinofilm, Filmmusik, Fernsehen, Kinder-Unterhaltung und interaktive Medien vergibt.

Anlässlich des 150. Jahrestages der Gründung des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra schrieb er zusammen mit Paul McCartney das Liverpool Oratorio zu Ehren von Liverpool. Er selbst dirigierte die umjubelte Uraufführung 1991 in der Liverpooler Kathedrale. 1993 wurde er zum künstlerischen Direktor und Dirigenten des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra ernannt. 2003 erhielt er den BAFTA-Award für sein Lebenswerk.

Verfasserin: Mareike Holtkamp